Zu viele Männer meiden die Prostata-Vorsorge

mp Berlin - Prostatakrebs die häufigste bösartige Tumorerkrankung bei Männern. Doch trotzdem gehen viele nicht zur Vorsorge-Untersuchung. (Link zum Bild: http://www.pixelio.de/media/641989)  © Q.pictures / pixelio.de

Foto: © Q.pictures / pixelio.de

Offenbar liegt es an der unangenehmen Untersuchung, dass viele Männer eine Prostata-Untersuchung scheuen. Dabei ist Prostatakrebs die häufigste bösartige Tumorerkrankung bei Männern. Mehr als die Hälfte der über 60-Jährigen ist daran erkrankt. Viele ohne es zu wissen, weil sie nicht zur Vorsorge-Untersuchung gehen. Die ist auch deshalb so wichtig, weil der Prostatakrebs – früh genug erkannt – durchaus heilbar ist. Im Jahr 2010 erkrankten in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts mehr als 65.800 Männer neu an einem Prostatakarzinom, fast 12.700 starben daran.

Wie bei jeder Krebserkrankung verbessert auch bei bösartigem Prostatakrebs eine frühe Diagnose die Heilungschancen der Patienten. Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Sterblichkeit durch Prostatakrebs um 21 Prozent durch Vorsorgeuntersuchungen gesenkt werden kann. „Diese Fakten sollten Patienten, die sich für oder gegen einen PSA-Test entscheiden, kennen“, sagt Professor Thomas Enzmann, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Städtischen Klinikum Brandenburg.

Allerdings liefert bei einem positiven PSA-Test die Untersuchung der Gewebeproben, die Ärzte bei Patienten mit Krebsverdacht aus der Prostata entnehmen, nicht immer verlässliche Ergebnisse. In 25 Prozent bis 30 Prozent der Fälle unterschätzen Pathologen die Aggressivität eines Tumors. Die „Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin“ (DEGUM) in Berlin weist jetzt darauf hin, dass moderne Ultraschalltechniken bei Prostatakrebs zur Diagnosesicherheit beitragen und so Patienten einer dem Krebsstadium gerechteren Therapie zuführen können.

Den Patienten mit einem positiven PSA-Test empfehlen die Experten einen Urologen mit Ultraschallqualifikationen aufzusuchen, wenn sie die Treffsicherheit der Biopsie und damit die Richtigkeit der Diagnose nicht dem Zufall überlassen wollen.

glp (Pressedienst)

 

Mach_mit_light_660x48px

Die Redaktion fragt:
Sind Männer, die nicht zur Prostatakrebsvorsorge gehen, zu feige, zu vergesslich, zu sorglos oder verdrängen sie einfach die Gefahr, an Krebs zu erkranken?

Hinterlass Deine Meinung