Zöliakie: Krank durch Brot, Nudeln, Pizza oder Bier

Foto: Sabine-Susann Singler / pixelio.de

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Durchfall, Müdigkeit, Migräne Depressionen ? all das können Symptome der angeborenen Autoimmunerkrankung Zöliakie sein. Die Entzündung der Dünndarmschleimhaut wird durch Gluten in Getreideprodukten ausgelöst. Viele Betroffene ahnen jedoch nichts von ihrer Krankheit.

Die Experten der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) schätzen, dass mindestens vier von 1 000 Menschen in Deutschland erkrankt sind. Den Betroffenen hilft nur der Verzicht auf glutenhaltige Lebensmittel aus Weizen, Dinkel, Gerste oder Roggen ? wie zum Beispiel Brot, Nudeln, Pizza oder Bier. Hierzu gehören auch die meisten verfeinerten Nahrungsmittel, die häufig Glutenbeimengungen enthalten.

Eine Reihe von Erkrankungen gehen mit der Zöliakie einher: Hierzu gehören vor allem andere Autoimmunerkrankungen wie Typ-1-Diabetes oder autoimmune Schilddrüsenentzündungen. Aber auch unklare Leberwerterhöhungen, rheumatische Beschwerden, eine leichte Blutarmut oder Osteoporose sind nicht selten mit einer Zöliakie verbunden. Erwachsene klagen bei der erstmaligen Diagnose häufig über lang bestehende Verdauungsbeschwerden, Erschöpfung und psychische Beeinträchtigungen. Viele Patienten haben aber auch überhaupt keine typischen Symptome.

Beim Kleinkind zeigt sich eine Zöliakie meist mit typischen Symptomen wie Durchfällen, einem aufgeblähten Bauch sowie Mangelerscheinungen. Darüber hinaus wachsen und gedeihen die Kinder nicht gut. Wertvolle Tipps und aktuelle Informationen gibt die Deutsche Zöliakie Gesellschaft im Internet (www.dgvs.de/leitlinien/).

Annette Bulut (mp)

 

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Die Redaktion fragt:
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