Wohnungsnot in Deutschland

Sozialwohnungen früher von der Politik verkauft, jetzt fehlt bezahlbarer Wohnraum

SueSchi  / pixelio.de

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Bezahlbarer Wohnraum in Deutschland wird, insbesondere in den Großstädten, immer rarer. Die Explosion der Mieten verspricht zunehmend zum sozialen Sprengstoff zu werden. Vielerorts hat die Politik, so z. B. in Berlin, städtische Wohnungsbau-Gesellschaften verkauft. Die Folge ist, dass unzählige Wohnungen durch Komfort- oder Luxussanierungen nicht mehr für den sozialen Bereich zur Verfügung stehen. Die alten Mieter sind finanziell nicht in der Lage, die wesentlich höheren Mietforderungen aufzubringen. Sie müssen ausziehen und sich teilweise mit billigeren, aber minderwertigeren Wohnlagen und Wohnungen in teilweise ganz anderen, entlegeneren Stadtbezirken zufrieden geben.

Die Frage an die Politik ist: Wie lange soll das noch so weitergehen und was wird dagegen getan? Insbesondere in den Großstädten, allen voran in der ständig durch Zuwanderung wachsenden Metropole Berlin, in der 85 % des Wohnraums aus Mietwohnungen besteht, stehen immer weniger Wohnungen, die für Durchschnittsbürger erschwinglich sind, zur Verfügung. Zusätzlich steigen die Mieten weiter an.

Rainer Sturm  / pixelio.de

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Betroffen sind aber neben alteingesessenen Bürgern, die notgedrungen Wohnungen zu niedrigeren Mietpreisen suchen müssen, vor allen Dingen die Zuwanderer aus ost- oder südeuropäischen Staaten, die wir nicht generell als schmarotzende Schnorrer ansehen sollten, sondern auf die unser Land wegen anhaltenden Bevölkerungsschwundes in Deutschland dringend zur Erhaltung der Wirtschaftskraft angewiesen ist. Arme Einwanderer aus wirtschaftlich schwachen Ländern hat es schon in den typischen Einwanderungsländern gegeben und meist sind diese später zu wertvollen und anerkannten Mitgliedern der Gesellschaft geworden.

Daraus ergibt sich eindeutig die Notwendigkeit, dass die Politik umgehend handelt, den Sozialen Wohnungsbau in ausreichendem Maße wieder aufleben lässt und entsprechende Förderprogramme auflegt. Vorrangig sollten kommunale Wohnungsbaugesellschaften verpflichtet werden, dieses Problem in großem Stil anzupacken. Darüber hinaus sollten private Investoren gefördert werden, die sich verpflichten, sozialen Wohnraum zu bezahlbaren Mieten und Nebenkosten zu errichten. Dazu sollten die Kommunen den willigen Bauherrn geeignete Grundstücke zu günstigen Konditionen zur Verfügung zu stellen. Doch das Wichtigste ist, dass die Politik darüber keine endlosen Debatten führt, sondern ganz schnell im Interesse des Landes handelt.

2myMind.de / g.m.

 

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Die Redaktion fragt:
Sind die heutigen Sozialwohnungen wirklich noch als sozial anzusehen?

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