Vorschlag: Angemessenes Gedenken an 70 Mio. Weltkriegsopfer

Projektidee + Grafik: © Gert Meyer - 2myMind.de

Projektidee + Grafik: © Gert Meyer – 2myMind.de

Vorschlag für „Angemessenes Gedenken an 70 Millionen Weltkriegsopfer“

INTERNATIONALES MEMORIAL und MUSEUM DER WELTKRIEGE I + II
auf dem historischen Tempelhofer Feld und
im Gebäude des Flughafens Tempelhof

Das historische Tempelhofer Feld und die Gebäude des ehemaligen Flughafens Berlin-Tempelhof mit einer monu-mentalen Halle, einer Unzahl von leerstehenden Räumen und Hangars als Lager- und Werkstatthallen, weitgehend nur sporadisch genutzt, eignen sich hervorragend für den Bau eines Memorials und die Einrichtung eines Museums der Weltkriege I und II.

Die Gebäude und deren Räumlichkeiten, die durch Ihre bewusst von den Nazis eingesetzte Monumentalität dem eigenen Volk und der Weltöffentlichkeit die Macht des Hitlerreiches vor Augen führen sollten, stehen in direktem Bezug zu Größenwahn und Machtstreben, die zum 2. Weltkrieg geführt haben.

Die derzeitige Nutzung der Flughafengebäude ist weder kostendeckend noch der Bedeutung der Anlage gemäß. Die Gebäude und das Freigelände des Flughafen-Vorfelds sind seit Jahren, außer zu gelegentlichen Events, weitgehend ungenutzt: Ab und an eine Oldtimer-Show, eine Modeveranstaltung, ein Konzert, eine Fernsehshow und das war´s schon. Soweit bekannt ist, übersteigen die Unterhaltskosten des riesigen Komplexes die Einnahmen bei Weitem.

Foto: Flughafen Berlin Brandenburg / Archiv

Foto: Flughafen Berlin Brandenburg / Archiv

Ein angemessener Ort für ein Memorial und ein internationales Museum der Weltkriege I und II.

Für ein Museum der Weltkriege stehen neben der ehemaligen imposanten Empfangshalle, die z.B. auch für themenbezogene Veranstaltungen nutzbar wäre, noch eine kleinere, unvollendete Halle im Rohbauzustand sowie großflächige Räumlichkeiten im Gebäude zur Verfügung. Mit den Hangars am Flugfeld stehen Ausstellungsflächen für derzeit noch verfügbare Großobjekte aus dem Kriegsgeschehen und Lager für künftige Ausstellungsstücke bereit.

Die Hintergründe zu dem Vorschlag, ein Memorial und ein internationales Museum der Weltkriege einzurichten, sind in dem Schreiben Offener Brief „Angemessenes Gedenken an 70 Millionen Weltkriegsopfer“ ausführlich dargelegt, müssen also an dieser Stelle, an der es um den Vorschlag für einen Standort geht, nicht wiederholt werden. Obwohl bekannt ist, dass sich der Komplex Flughafen Tempelhof nicht mehr im Besitz des Bundes, sondern des Landes Berlin befindet, sollte der Vorschlag für Museum und Memorial als übergeordnete, nationale Aufgabe im besonderen Interesse der Bundesrepublik Deutschland angesehen werden und zu einer gemeinsamen Realisierung führen.

Foto: Flughafen Berlin Brandenburg / Archiv

Foto: Flughafen Berlin Brandenburg / Archiv

Foto: © 2myMind.de - "Rosinenbomber" Douglas C-54 Skymaster

Foto: © 2myMind.de – „Rosinenbomber“ C-54 Skymaster

In Bezug auf die Durchführbarkeit eines derartigen Projektes sei an dieser Stelle der Hinweis erlaubt, dass mögliche politische Einwände, die es für nicht finanzierbar und durchsetzbar erklären, einen symbolischen Schlag ins Gesicht aller Opfer der Weltkriege darstellen würden. Weiterhin wäre es völlig unverständlich, wenn ausgerechnet ein Memorial, angesichts der immensen Verschwendung öffentlicher Gelder bei politisch zu verantwortenden Bauprojekten, Bauruinen und unverantwortlich falsch geplanten Projekten wie BER, bei denen Hunderte von Millionen, ja sogar Milliarden nicht geplanter, zusätzlich anfallender Kosten für einzelne Projekte in den Sand gesetzt wurden, nicht realisierbar wäre.

Die Politik sollte den Gedanken aufnehmen, darüber beraten und ihren Willen zur Einrichtung des Museums und zum Bau eines Memorials bekunden, weil alles dafür und nichts dagegen spricht, ein Memorial zu bauen und ein Weltkriegs-Museum einzurichten. Wenn eine Prüfung der Durchführbarkeit positiv ausfällt, dürfte weder unangemessen viel Zeit bis zur Planung und Umsetzung vergehen, noch dürften die Kosten eine Rolle spielen angesichts der Bedeutung dieses Projektes. Ein groß angelegtes Museum der Weltkriege I und II würde weltweit Aufsehen erregen und das Ansehen Deutschlands weiter heben und nicht zuletzt das weitgehend verwaiste Gebäude des ehemaligen Flughafens Berlin-Tempelhof mitsamt den Hangars einer sinnvollen Dauernutzung zuführen. Zusätzlich dürfte dies als weiterer schwergewichtiger Anziehungspunkt mit historischer Bedeutung den Tourismus in Berlin noch weiter beleben.

Auf dem Freigelände sollte ein monumentales, dem Gedenken der Weltkriegstoten aller Nationen, die an den Kriegen teilgenommen haben, gewidmetes Memorial entstehen, zu dem die Besucher vom Columbiadamm aus freien Zugang erhalten sollten. Es sollte großzügig angelegt und zum Teil überdacht sein, begehbare Gänge und Räume aufweisen, in denen sich Besucher auch unabhängig vom Museum informieren und in Andacht verweilen können. Das Mahnmal sollte durchaus monumental, aber nicht protzig sein und sich mit vergleichbaren Memorials weltweit messen lassen.

 

Projektidee + Grafik: © Gert Meyer - 2myMind.de

Projektidee + Grafik: © Gert Meyer – 2myMind.de

Das Tempelhofer Feld wegen seiner historischen Bedeutung als Stätte der Erinnerung erhalten.

Dementsprechend sollte das gesamte Tempelhofer Feld als historische Stätte der Erinnerung permanent frei von jeglichen anderen Wohn- oder Zweckbauten bleiben, da die bloße Existenz des Flughafens Tempelhof die Stadt Berlin vor der Einnahme durch die Sowjets zur Zeit der Berliner Blockade bewahrt hat. Der Flughafen Tempelhof hat den Beginn der Luftbrücke von mehren Flugplätzen Westdeutschlands nach Berlin überhaupt erst ermöglicht. Mit nur völlig außerhalb Berlins gelegenen Flughäfen wäre die überlebenswichtige Hilfe für die Stadt überhaupt nicht zu realisieren gewesen. Über die Anfangszeit der Luftbrücke hinaus, zu der Tempelhof nur über eine einzelne Start- und Landebahn verfügte, hat sich der Flughafen durch den Bau einer zweiten Landebahn auch nach Einrichtung des Flugplatzes Tegel und der Nutzung des Flugplatzes Gatow als Hauptpfeiler der Luftbrücke erwiesen. Ohne die Luftbrücke wäre Berlin verloren gewesen, das scheinen die jüngeren Generationen entweder nie begriffen oder einfach vergessen zu haben.

Von den Politikern und Stadtplanern unserer Zeit wird darüber hinaus schlichtweg vergessen, dass der Flughafen Tempelhof ausschlaggebend dafür war, dass es wegen der Möglichkeit, die Stadt während der Blockade über die Luftbrücke zu versorgen, letztlich nicht zu einem erneuten Krieg Ost gegen West gekommen ist. Die Verteidigung Westdeutschlands und Westberlins gegen die Sowjets hätte unter Umständen zu einem Präventionskrieg der USA gegen die imperialistische Sowjetunion führen können, um damit eine von den Sowjets ins Auge gefasste Eroberung Westeuropas zu unterbinden. Berlin und Deutschland wären dann mittendrin gewesen, wahrscheinlich völlig verwüstet worden und aus dem Land wäre wohl nie mehr das geworden, was es heute ist.

Das sind wahrlich genug Gründe, das Tempelhofer Feld genau so zu erhalten, wie es heute ist und statt einer zweifelhaften Nutzung des ehemaligen Flughafengebäudes und des Vorfeldes das vorgeschlagene Memorial zu erbauen und ein Museum der Weltkriege I und II an historischer Stätte einzurichten.

Berlin, den 21.11.2014

Gert Meyer
Chefredakteur 2myMind.de

2myMind.de / g.m.

Link zum Beitrag:  Offener Brief „Angemessenes Gedenken an 70 Millionen Weltkriegsopfer“

Link zum Beitrag: 8. Mai: Siebzigster Jahrestag der Beendigung des Zweiten Weltkrieges


Politik und Bürger des Landes sind dazu aufgerufen, bald ein internationales Memorial für die Toten aller Teilnehmernationen beider Weltkriege zu errichten!

Gedenkstätte in Frankreich - Foto: pixabay.com

Gedenkstätte in Frankreich – Foto: pixabay.com

Gedenkstätte in Washington D.C. - Foto: pixabay.com

Gedenkstätte in Washington D.C. – Foto: pixabay.com

Mach_mit_light_660x48px

Die Redaktion fragt:
Wie stehst Du zur Mahnung nicht zu vergessen und aus der Geschichte zu lernen? Sind ein Memorial und ein Museum der Weltkriege angemessen?

Hinterlass Deine Meinung