Ungünstige soziale Verhältnisse: Kinder altern frühzeitig

mp Princeton (USA) - Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen altern offenbar früher. (Link zum Bild: http://www.pixelio.de/media/143422)  © I. Friedrich / pixelio.de

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Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen altern offenbar früher. Das haben amerikanische Wissenschaftler jetzt durch Chromosentests nachweisen können. Sie stellten fest, dass die Telomere der benachteiligten Kinder kürzer waren als bei Kindern aus stabilen familiären Verhältnissen. Telomere sind die Endstücke der menschlichen Chromosomen und schützen sie ähnlich wie eine Mütze. Das Endstück verkürzt sich von der Geburt an bis zum Tod etwa parallel zum Alter. Die Länge der Telomere gilt deshalb als Anzeichen für ein frühzeitiges Altern.

Die „Fragile Families and Child Wellbeing Study“ stellte nun bereits bei Neunjährigen eine frühzeitige biologische Alterung fest. Die Studie begleitete fast 5.000 Kinder, die meist aus sozial benachteiligten amerikanischen Familien kamen. Im Alter von neun Jahren wurde bei den Kindern ein Mundabstrich entnommen, der auch Zellen enthielt. Das Team um Daniel Notterman von der Universität Princeton ließ in den Proben von 40 Kindern die Länge der Telomere in den Zellkernen untersuchen, berichtet das „Ärzteblatt“ online. Die Studie soll eine der ersten sein, die eine Wechselwirkung von sozialem Umfeld und Genen auf Lebensstress und biologisches Altern untersucht hat, so das Fachblatt.

Annette Bulut (glp)

 

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