UMFRAGE: Verantwortliche für die Kostenexplosion der Elbphilharmonie bestrafen?

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Politisch Verantwortliche für die Kosten-explosion der Elbphilharmonie bestrafen?

 

In den Medien wurde gemeldet, dass die Hamburger Elbphilharmonie auf Grund der ständig weiter angestiegenen Kosten mittlerweile zu den teuersten Wolkenkratzern der Welt zählt. Obwohl das Gebäude nicht im herkömmlichen Sinne als solcher gilt, positioniert es sich aber in einer Liste der 10 teuersten Wolkenkratzer, womit Gebäude mit mindestens 100 Metern Höhe oder 40 Stockwerken gemeint sind, an achter Stelle mit umgerechnet über 1 Milliarde US-Dollar.

Die Kosten für die Öffentliche Hand belaufen sich auf einen Anteil von 789 Millionen Euro von der endgültigen Bausumme in Höhe von 865 Millionen Euro. Die Differenz wird durch  Spendeneinnahmen in Höhe von von 57,5 Millionen und Verkauf von Miteigentumsanteilen im Wohnbereich in Höhe von 19 Millionen Euro ausgeglichen. Ursprünglich war von einer Bausumme von 77 Millionen Euro ausgegangen worden. Damit rangiert das Hamburger Prestigeobjekt in der Liste der deutschen Skandal-Bauprojekte an zweiter Stelle hinter dem Berliner Flughafen BER.

Die Hamburger Bürgerschaft hatte zur Aufklärung den Parlamentarischen Untersuchungsausschuss „Elbphilharmonie“ eingesetzt, in dem eine beträchtliche Anzahl Mängel von beteiligten Einzelpersonen und involvierten Unternehmen festgestellt wurde. Das hatte auch dazu geführt, dass die Hamburger Staatsanwaltschaft im April 2014 ein Ermittlungsverfahren eingeleitet hat, in dem festgestellt werden soll, ob Straftaten in Zusammenhang mit den skandalösen Zuständen bei Planung, Auftragsvergabe und Baudurchführung zu verzeichnen sind.

Im Zusammenhang öffentlichen Skandalprojekten, die von Politikern oft als Vorzeigeprojekte mit wissentlich zu niedrig angesetzten Kosten durch Bundes- oder Landesparlamente geboxt werden und die auf Grund mangelnder Fachkenntnisse und Inkompetenz der Hauptverantwortlichen zu wahren Desastern ausufern, stellt sich die Frage, wie lange die Politik sich die Verschwendung von Steuerzahlergeldern auf diese Weise noch leisten kann und darf. Hilft in Fällen, in denen Politikern und Verantwortungsträgern in hohen Ämtern schuldhaftes Versagen nachgewiesen werden kann, nur die Androhung und ggf. die Verurteilung zu hohen Strafen?

Im Fall der Elbphilharmonie sind an den festgestellten Mängeln, die zu der Kostenexplosion geführt haben, aber auch jede Menge Unternehmen beteiligt, die ebenfalls  zur Verantwortung gezogen werden sollten.

2myMind.de / g.m.

 

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Sollen die Verantwortlichen für die Kostenexplosion bei der Hamburger Elbphilharmonie persönlich zur Rechenschaft gezogen werden?

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