UMFRAGE: Immer mehr Steuersünder zeigen sich selbst an

Foto: Lupo / pixelio.de

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Nachdem die Bunderregierung im Mai dieser Jahres die Verschärfung der Vorschriften für Selbstanzeigen von Steuersündern beschlossen hatte, die zum 1. Januar 2015 in Kraft treten werden, hat sich die Zahl der Selbstanzeiger von „gezwungenermaßen“ reuigen Steuersündern massiv erhöht. Beim derzeitigen Stand von 32.000 Anzeigen liegt die Zahl schon weit über dem Gesamtergebnis mit etwa 24.000 Selbstanzeigen von 2013 und wird aller Voraussicht nach am Jahresende doppelt so hoch sein, wie im Vorjahr.

Das liegt an der Verschärfung der Bestimmungen zur Straffreiheit, denn einerseits erhöht sich der Zuschlag für den nachträglich zu zahlenden Steuerbetrag ab einem hinterzogenen Steuerbetrag von 100.000 Euro von bisher 5 auf 15 Prozent, ab 1 Million Euro sogar auf 20 Prozent, andererseits sind zusätzlich 6 Prozent Hinterziehungszinsen pro Jahr sofort zu begleichen. Die zuschlagsfreie Steuerhinterziehungsgrenze sinkt von 50.000 Euro auf 25.000 Euro.

Für die zusätzliche Motivation der Steuersünder, beim Finanzamt „reinen Tisch“ zu machen, sorgt auch der zunehmende Druck der Steuerfluchtländer auf die deutschen Steuersünder, ihre Steuerangelegenheiten zu bereinigen.

2myMind.de / g.m.

Ist es richtig, dass Verschärfungen bei der Straffreiheit von Steuersündern einführt werden?

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