UMFRAGE: Bewaffnete deutsche Soldaten in die Ostukraine schicken?

Bild: pixabay.com

Bild: pixabay.com

Die Bundesministerin für Verteidigung, Ursula von der Leyen plant, bewaffnete Bundeswehrsoldaten zur Drohnen-Überwachung der Waffenruhe in die Ost-Ukraine zu entsenden. Wäre das nicht eine Provokation gegenüber Russland?

Unabhängig von den offengelegten technischen Unzulänglichkeiten der Bundeswehr und den möglicherweise nachzuweisenden Versäumnissen bei der Beschaffung von Ausrüstung und Ersatzteilen will die Verteidigungsministerin bewaffnete (zum Selbstschutz) Soldaten nebst zwei Aufklärungsdrohnen in das Konfliktgebiet der Ostukraine, direkt an der russischen Grenze entsenden. Abgesehen davon, dass sie dann die ausrüstungstechnisch schon bei den derzeitigen Einsätzen stark überforderte Bundeswehr erneut mit einem neuen Auslandseinsatz belasten würde, wäre die Stationierung deutscher Soldaten an der Grenze zu Russland eine unverständlich ignorante und nicht zu verantwortende Provokation gegenüber Staatspräsident Putin und dem Staat Russland.

Deutschland hatte sich in früheren Konflikten und Kriegen wohlweislich mit dem Einsatz bewaffneter deutscher Soldaten zurückgehalten, nicht weil die Bundeswehr den Anforderungen nicht hätte gerecht werden können. Das geschah mit Rücksicht darauf, dass Deutschland aufgrund seiner Geschichte nicht wieder in Kriegshandlungen verwickelt werden wollte, was Deutschland jedoch Unverständnis und Verärgerung bei den Nato-Partnern eingebracht hatte.

Ausgerechnet in einer so brisanten Auseinandersetzung wie zwischen der Ukraine, die sich zum westlichen Bündnis NATO und zur Europäischen Union statt zu Russland bekannt hat und diesen beitreten will, und Russland, das keine Nato-Partner an seinen Grenzen dulden will, plant die Verteidigungsministerin den Einsatz deutscher Soldaten.

Natürlich geht es nur darum, dass deutsche Soldaten sich an der Überwachung der Einhaltung der Waffenruhe, die unter Inkaufnahme von weiteren Toten und Verwundeten, immer wieder gebrochen wird, beteiligen soll. Das wäre weder grundsätzlich zu beanstanden noch abzulehnen, doch kommt es einer offenen Provokation Präsident Putins gleich, ausgerechnet bewaffnete deutsche Soldaten des Landes, das die Sowjetunion 1941 mit seinen Truppen überfallen hat, in die Ostukraine direkt in das Konfliktgebiet an der Grenze Russlands zu entsenden.

Auszuschließen ist aber auch nicht, dass die Kampfhandlungen wieder aufflammen, möglicherweise sogar direkte Gefechte zwischen der Ukraine und Russland zustande kommen. Sollen etwa, auch wenn diese Situation vielleicht als unwahrscheinlich anzusehen ist, in solch einem Fall deutsche Soldaten, auch wenn sie sich nur verteidigen wollen, auf russische Soldaten schießen müssen?

Der Clou bei diesem Plan ist allerdings, dass nach neuen Medienberichten die vorgesehenen Drohnen, die zur Überwachung der Waffenruhe aus der Luft vorgesehen waren, technisch überhaupt nicht in der Lage sind, um in der Kälte des russischen Winters einsatzfähig zu sein.

2myMind.de / g.m.

 

Bewaffnete Soldaten der Bundeswehr in die Ost-Ukraine an der Grenze Russlands?

 

Hinterlass Deine Meinung