Todesfalle Bluthochdruck: Regelmäßiges messen schützt

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

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Rund 20 bis 30 Millionen Bundesbürger leiden unter Bluthochdruck und nur jeder Zweite weiß von seiner Krankheit. Dabei kann unbehandelter Bluthochdruck auf Dauer zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen ? Todesursache Nummer eins in Deutschland. Hypertonie, so der medizinische Ausdruck, wird für 54 Prozent aller Schlaganfälle und für 47 Prozent aller Herzkranzerkrankungen verantwortlich gemacht. Anlässlich des „Welt Hypertonie Tag“ am 17. Mai machen Experten deshalb darauf aufmerksam, dass regelmäßiges Blutdruckmessen lebensrettend sein kann. Denn das Gefährliche am Bluthochdruck ist: Er macht zunächst keine Beschwerden.

Früherkennung und Behandlung von Bluthochdruck sind daher extrem wichtig. Einen Schnell-Check, um sein persönliche Risiko abschätzen zu können bietet der PROCAM-Schlaganfalltest (www.assmann-stiftung.de/procam-studie/procam-tests). Zeigt dieser an, dass ein erhöhtes Risiko vorliegt, muss der Betroffene sich in ärztliche Behandlung begeben. „Jeder sollte seine Blutdruckwerte kennen und regelmäßig Messungen durchführen ? oder durchführen lassen, wie etwa beim Hausarzt oder in Apotheken. Bluthochdruck liegt vor, wenn Messungen in der Arztpraxis wiederholt Werte von 140/90 mmHg und mehr ergeben. Experten empfehlen, neben der ärztlichen Messung und Beratung auch in regelmäßigen Abständen zu Hause die Werte zu prüfen. Denn die Messwerte sind beim Arzt durch den „Weißkittel-Effekt“ meist höher als im gewohnten Umfeld. Am besten eignen sich dafür geprüfte Messgeräte, um korrekte Werte zu erhalten“ , rät die „Deutsche Hochdruckliga“ in Heidelberg. Rechtzeitig erkannt, lässt sich zu hoher Blutdruck gut regulieren, und Folgeschäden vermeiden. Oft kann bereits eine Umstellung der Lebensgewohnheiten eine Blutdrucksenkung erzielen: Salz- und cholesterinarme Ernährung, regelmäßiges Laufen oder Schwimmen gehen, bei Übergewicht Abnehmen und Nichtrauchen. Bringen diese Schritte nicht die gewünschten Ziel-Werte bringen, ist eine medikamentöse Behandlung erforderlich. Schon eine leichte Senkung des Blutdrucks von 5 mmHg kann Folgeschäden vorbeugen.

Annette Bulut (mp)

 

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Die Redaktion fragt:
Wie kommt es, dass die Hälfte der Bluthochdruckkranken sich keine Gedanken über diese schleichende Todesfalle macht und ihren Blutdruck nicht regelmäßig messen läßt?

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