Selbsteinschätzung der Autofahrer häufig falsch

Foto: DVR

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Der Tatort liegt in einer 30er Zone nahe einer Schule. Viele Autofahrer halten sich nicht an das vorgeschriebene Tempolimit und prompt werden sie geblitzt. Autofahrer fahren aber nicht immer vorsätzlich zu schnell, sondern schätzen die Geschwindigkeit häufig falsch ein. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der AachenMünchener Versicherung. Insgesamt wurden 1.000 Autofahrer befragt.

67 Prozent der deutschen Autofahrer fahren nach eigener Einschätzung immer vorsichtig. Interessant auch: 31 Prozent der Männer fahren danach vor Schulbeginn besonders umsichtig. Während 68 Prozent der Frauen nach eigener Einschätzung das ganze Jahr über vorsichtig fahren.

Dass die Selbsteinschätzung der Befragten allerdings nur wenig mit der Realität zu tun hat, belegen auch aktuelle Zahlen. Zu schnelles Fahren gilt laut Polizeistatistik generell als die häufigste Unfallursache. Nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) ereigneten sich im vergangenen Jahr 108.238 Schulwegunfälle, 34 davon endeten tödlich. Daher ist es wichtig, Gefahren so gut es geht zu vermeiden.

Auch die Eltern müssen hier mit in die Verantwortung genommen werden. Sie sollten sich Gedanken über einen sicheren Schulweg ihrer Kinder machen und nicht unbedingt den kürzesten Weg bevorzugen, sondern Strecken mit gesicherten Übergängen wie Zebrastreifen wählen.

Sarah Hall-Waldhauser (mid)

 

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Die Redaktion fragt:
Selbstüberschätzung ist bei uns Menschen nicht ungewöhnlich. Kann es deshalb verwundern, dass diese bei Autofahrern besonders ausgeprägt ist?

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