Schockierendes Ergebnis: Viele Pflegekräfte greifen zu Drogen

Lupo / pixelio.de

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Schockierendes unter deutschen und österreichischen Pflegekräften bringt eine Umfrage zu Tage: 60 Prozent der deutschen und 40 Prozent der österreichischen Pflegekräfte haben eigenen Angaben zufolge ein Problem mit Suchtmitteln. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Professor Jürgen Osterbrink, Pflegewissenschaftler an der „Paracelsus Medizinische Privatuniversität“ in Salzburg (Österreich). Einer der Gründe für den Suchtmittelgebrauch: Der Druck auf die Pflegekräfte ist enorm gestiegen. Etwa 80.000 Stellen in der Pflege sind in den vergangenen 20 Jahren nicht mehr wieder besetzt worden.

Gleichzeitig steigt der Versorgungsbedarf der einzelnen Patienten. „Manche suchen sich daher ein Ventil“, erklärt Osterbrink. 30 Prozent der rund 1.300 Umfrageteilnehmer gaben an, täglich Alkohol zu trinken. Zudem konsumieren viele Drogen wie Cannabis. Eine weitere große Gruppe greift zu verschreibungspflichtigen Medikamenten. „Bei der Beschaffung der Suchtmittel haben sie es vergleichsweise leicht. Sie machen einen Medikamentenschrank auf und es steht ihnen alles zur Verfügung“,so Osterbrink. In einem Interview in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „kma ? Das Gesundheitswirtschaftsmagazin“ erklärt der Experte weitere Hintergründe und fordert zu einem offenen Umgang mit dem Problem auf.

Annette Bulut (mp)

 

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