Risiken und Nebenwirkungen von Schmerzmedikamenten

Die Selbstmedikation mit gängigen rezeptfreien Schmerzmitteln ist gang und gäbe. Viele Verbraucher sind sich allerdings der Risiken nicht bewusst., die mit einer häufigen Anwendung der schmerzstillenden Mittel einhergehen.

mp Königstein - Schmerz weg - Nebenwirkung da? (Link zum Bild: http://www.pixelio.de/media/620238)  © Lupo / pixelio.de

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Auf der Bestsellerliste der meistverkauften rezeptfreien Medikamente stehen jährlich bis zu sieben Schmerzmittel unter den ersten zehn Präparaten. Doch wer zu oft nach den Schmerzstillern greift, nimmt ein erhöhtes Risiko von Nebenwirkungen in Kauf. Tatsächlich gilt die zu häufige Einnahme von Schmerzmedikamente als Ursache für die meisten schwerwiegenden Arzneimittelkomplikationen in Deutschland. So gelten Nicht-Stereoidale Anti-Rheumatika (NSAR) wie zum Beispiel Diclofenac als äußerst belastend für das Herz- Kreislauf- System. Bei regelmäßiger Einnahme kann sich das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall stark erhöhen. Die artverwandten Wirkstoffe Diclofenac und Ibuprofen gelten zudem als nierenschädigend, wenn sie über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Die zwei Stoffe können überdies- wie auch ihre „Ursubstanz“ Acetylsalicylsäure (ASS)- zu Entzündungen der Magenschleimhaut führen.

Wer alternativ auf den Wirkstoff Paracetamol zurückgreift, muss bei regelmäßiger Einnahme ein erhöhtes Risiko einer Leberschädigung in Kauf nehmen. Die übermäßige Einnahme von Paracetamol gehört zu den Hauptursachen von Vergiftungen und akutem Leberversagen, denn bei diesem Wirkstoff ist die Grenze zur Überdosierung besonders schnell überschritten. Auch der Griff zu sogenannten Kombipräparaten, die zum Beispiel die Wirkstoffe ASS und Paracetamol in geringeren Dosierungen vereinen, gilt schon lange nicht mehr als die nebenwirkungsärmere Wahl. Manche Experte gehen sogar davon aus, dass eher das Gegenteil der Fall ist.

In der Regel sind die genannten rezeptfreien Wirkstoffe zur Behandlung langanhaltender Schmerzen aufgrund ihrer Nebenwirkungen also eher ungeeignet. Angemessene Alternativen können ärztlich abgeklärt werden.

glp

 

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Die Redaktion fragt:
Hast Du Dich schon über die Nebenwirkungen von rezeptfreien Schmerzmedikamenten aufklären lassen, oder wendest Du diese bedenkenlos an?

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