Nach dem zu kleinen Busen folgt der zu kleine Po

Foto: Marc Tollas / pixelio.de

Foto: Marc Tollas / pixelio.de

Immer mehr deutsche Frauen lassen sich offenbar den Po vergrößern. Ein zu flaches Hinterteil wird als unattraktiv empfunden. Die Brasilianer sind mal wieder Vorreiter bei diesem Schönheitstrend. In dem lateinamerikanischen Land gehört die Operation zur Tagesordnung der ästhetisch-plastischen Chirurgen.

Auch hierzulande steigt die Nachfrage, kann der Facharzt für ästhetisch-plastische Chirurgie Dr. Rene Schumann, Leiter der Yuveo Klinik in Düsseldorf, bestätigen: „Die Anfrage nach Po-Vergrößerungen nimmt stetig zu. Immer mehr Patienten kommen mit diesem Wunsch zu mir in die Klinik. Ich denke, dass dabei prominente Vorbilder eine Rolle spielen. Dabei rate ich meinen Patienten aber, immer die eigene Anatomie zu berücksichtigen und die Größe der Po-Implantate so auszuwählen, dass diese ein natürliches, harmonisches und ästhetisches Gesamtbild ergeben.“

Eine Operation dauert rund zwei bis zweieinhalb Stunden und wird in Vollnarkose und Bauchlage durchgeführt. „Es ist wichtig, dass der Patient im Vorfeld über alle möglichen Risiken aufgeklärt ist. Das Po-Implantat kann beispielsweise verrutschen oder es kann eine Kapselfibrose entstehen,“ erklärt Schumann. Um eine reibungslose Wundheilung zu gewährleisten, müssen sich die Operierten körperlich schonen und auch mit Sport bis zu zwei Monaten pausieren. „In der gleichen Zeit ist es empfehlenswert, Miederware zu tragen. Zudem rate ich den Patienten, wenigstens in den ersten zehn bis 14 Tagen nicht auf dem Po-Implantat zu liegen. Das bedeutet, auf dem Bauch zu schlafen.“ Die Kosten einer solchen Operation liegen zwischen 7.000 Euro und 9.000 Euro. Dies beinhaltet die Vor- und Nachsorge, Narkose, den Eingriff und einen kurzen stationären Aufenthalt.

Annette Bulut (glp)

 

Mach_mit_light_660x48px

Die Redaktion fragt:
Wofür würdest Du denn Dein Geld am liebsten zuerst zum Schönheitschirurgen tragen?

Hinterlass Deine Meinung