Mikroplastik im Essen

mp Zürich - Gesichtswäsche mit Plastik-Kügelchen? (Link zum Bild: http://www.pixelio.de/media/551929)  © Petra Bork / pixelio.de

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Immer häufiger gelangen mikroskopisch kleine Plastikteilchen aus Kosmetikprodukten über das Abwasser in den Lebensmittelkreislauf.

In Hunderten von kosmetischen Produkten wird sogenanntes Mikroplastik verwendet. Die mikroskopisch kleinen Kunststoffkügelchen werden als Schleifmittel zum Beispiel in Reinigungscremes, Peelings oder Zahnpasten eingesetzt. Über die Verwendung dieser Kosmetikprodukte gelangt das Mikroplastik in das Abwassersystem. Die Partikel sind so klein, dass sie zum Teil auch die Kläranlage ungehindert passieren können und so die natürlichen Gewässer und das Trinkwasser belasten.

Darüber hinaus werden die Mikro- Kügelchen über den zur Düngung ausgebrachten Klärschlamm auf den Ackerböden verteilt. Der Wind trägt die winzigen Teilchen durch die Luft. Auf blühenden Pflanzen werden sie von den Bienen beim Pollensammeln aufgenommen oder sie gelangen über das Weidegras der Kühe in die Milch und somit in die Nahrungsmittelkette. Die möglichen Folgen für den Menschen sind noch ungeklärt. Konsumenten können gezielt einen Beitrag zur Reduzierung des Mikroplastiks leisten, indem sie Kosmetikprodukte, die die Plastik- Kügelchen enthalten, meiden.

Über die jeweilige Belastung verschiedener Produkte kann sich der Verbraucher zum Beispiel auf der Internetseite www.codecheck.info informieren. Dort wird auch eine kostenlose App zur Aufklärung über den Gehalt an Mikroplastik in bestimmten Kosmetika angeboten.

Sara Tsantidis (glp)

 

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Die Redaktion fragt:
Wie fühlst Du Dich bei dem Gedanken, Mikroplastikkügelchen zu verspeisen?

 

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