Marode Straßen: Wann gehen Autofahrer auf die Barrikaden?

Foto: Continental

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Wann reicht es den deutschen Autofahrern? Denn Schlaglöcher, Aufwölbungen oder marode Brücken pflastern ihren Weg. Laut einer Umfrage im Auftrag des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“ kritisieren 79 Prozent der Bundesbürger die schlechten Fahrbahnen. Besonders unzufrieden mit der Beschaffenheit der Straßen sind die Menschen aus Hamburg mit 91,3 Prozent, die Brandenburger mit 90,1 Prozent und die Schleswig-Holsteiner mit 88,6 Prozent.

Und was unternehmen die Politiker gegen diese Schotterpisten? Viel zu wenig. Das Maut-Projekt von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, mit dem die Straßen saniert werden sollen, steht auf mehr als nur auf wackligen Füßen. Immer mehr Menschen gewinnen den Eindruck, dass es sich bei diesem Thema um einen wenig durchdachten Schnellschuss eines Ministers im Wahlkampf gehandelt hat. Die Zeche zahlt der Autofahrer – egal ob privat mit seiner Lebenszeit oder als volkswirtschaftlicher Verlust. Von den erheblichen Kosten und dem gewaltigen bürokratischen Aufwand ganz zu schweigen.

Auf der anderen Seite werden Milliarden Euro an Steuergeld für ineffiziente Baumaßnahmen zum Fenster rausgeworfen. Wie etwa für Stuttgart 21, die Waldschlösschenbrücke in Dresden oder die Erweiterung des Kölner U-Bahn-Netzes – darin haben einige Politiker Übung. Und das wurmt so manchen Autofahrer. Das ist für sie nicht nachvollziehbar. Viele stehen tagtäglich im Stau, da einige wichtige Verkehrsadern wegen Bauarbeiten eine gefühlte Ewigkeit lahmliegen. Und warum? Weil mal wieder eine marode Brücke nicht zu retten ist und saniert wird.

Sarah Hall-Waldhauser (mid)

 

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Die Redaktion fragt:
Wie können sich Autofahrer gegen die Vernachnachlässigung vieler Straßen wehren?

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