Junge Raucherinnen riskieren frühen Brustkrebs

mp Augsburg - Je früher und je stärker junge Frauen rauchen, umso höher ist ihr Risiko noch vor den Wechseljahren an Brustkrebs zu erkranken. (Link zum Bild: http://www.pixelio.de/media/247985)  © Paul-Georg Meister / pixelio.de

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Junge Raucherinnen haben ein um 40 Prozent erhöhtes Risiko, besonders früh an Brustkrebs zu erkranken. Und zwar noch vor der Menopause. Der Grund: Viele Karzinogene im Tabak haben eine östrogene Wirkung. Davor warnen die Lungenärzte des Bundesverbands der Pneumologen (BdP) unter Berufung auf die Ergebnisse einer aktuellen Studie. „Auch bei Ex-Raucherinnen ist das Risiko für einen früh auftretenden Tumor in der Brust um 40 Prozent höher als bei Nie-Raucherinnen.

Allerdings ist dieser Zusammenhang dosisabhängig, so dass starke Raucherinnen ein noch höheres Risiko haben“, erläutert Dr. Andreas Hellmann, praktizierender Pneumologe in einer Gemeinschaftspraxis für Lungen- und Bronchialheilkunde in Augsburg. „Bei Frauen, die bis zu einem Alter von Mitte 40 Jahren mehr als fünfzehn Jahre geraucht haben oder die rechnerisch auf mehr als zehn Päckchenjahre kommen – also zehn Jahre eine Zigarettenpackung pro Tag oder zwanzig Jahre eine halbe Packung geraucht haben – , steigt das Brustkrebsrisiko noch weiter an und ist im Vergleich zu Nichtraucherinnen sogar um 50 bis 60 Prozent erhöht. Dieses Risiko sinkt erst dann wieder auf ein mit Nichtraucherinnen vergleichbares Niveau, wenn die Frauen mindestens zehn Jahre nicht mehr geraucht haben.“ Die offensichtlich schädliche Auswirkung des Rauchens gilt ausschließlich für Östrogen-rezeptor-positiven Brustkrebs. www.lungenaerzte-im-netz.de

glp (Pressedienst)

 

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Die Redaktion fragt:
Wie ist es trotz Aufklärung möglich, dass so viele junge Mädchen und Frauen rauchen?

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