Hauptmotiv für Samenspende: Kinderlosen Paaren helfen

Foto: Paul-Georg Meister / pixelio.de

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Samenspender haben eine hohe moralische Motivation. Das Geld ist – anders als häufig vermutet – nicht der Hauptgrund für die Männer. Vielmehr wollen sie einer Studie* zufolge vor allem kinderlosen Paaren helfen. Dieses Motiv gaben 75 Prozent der aktiven und 60 Prozent der potentiellen Spender an. Bei der Hälfte der Befragten war der unerfüllte Kinderwunsch von Freunden oder die eigene Familienplanung der Auslöser, sich mit dem Thema Samenspende zu befassen. Auch Neugier bezüglich der eigenen Zeugungsfähigkeit und ein Check-up der eigenen gesundheitlichen Verfassung waren den Samenspendern wichtig.

So nennen 18,6 Prozent der aktiven Spender den umfassenden medizinischen Check als wichtig, den jeder Bewerber vor Beginn des Spendenprozesses durchlaufen muss. Dieser schließt Infektionskrankheiten aus und stellt die Qualität der abgegebenen Proben fest. Eine überdurchschnittliche Spermienqualität ist für die Samenspende notwendig, weil die Proben auch nach dem verfahrensbedingten Einfrieren und Auftauen lebensfähig bleiben müssen. Im Nachhinein durch Unterhaltszahlungen belangt zu werden, davor haben fast 58 Prozent der potentiellen Spender Angst. Ein Großteil der aktiven Spender (40 Prozent) fürchtet hingegen keinerlei Konsequenzen.

* Die Studie wurde in einer Forschungskooperation einer Erlanger Samenbank mit der Juniorprofessur für Innovationsmanagement der Universität Erlangen-Nürnberg und dem Studiendienstleister VEND consulting durchgeführt.

Annette Bulut (mp)

 

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Die Redaktion fragt:
Würdest Du an eine Samenspende denken, wenn es nicht klappt, schwanger zu werden?

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