Gedicht: Donald Trump allein im Weißen Haus

Satire-Gedicht
Zirkus Americani:

Donald Trump allein
im Weißen Haus

Trumps Ego gegen den Rest der Welt

Ein unvollständiges Resümee in Gedichtform über
das erste Halbjahr
der Regierung des bisher
unbeliebtesten
Präsidenten der USA, Donald Trump.
Die Weltmacht USA derzeit auf ein wahres Desaster blickt,
ihr neuer Präsident sich weltweit in Konflikte verstrickt.
Nichts lässt er aus, um politische Strukturen zu zerstören,
Trump scheint sich mit dunklen Mächten zu verschwören.
Er zeigt sich als Präsident, der lügt, pöbelt und Fakten verdreht,
als Populist, der mit derben Worten politische Gegner schmäht.
Die Washington Post warf Trump 133 Lügen vor nach 33 Tagen,
bis Juni waren 623 protokollierte Lügen an 137 Tagen zu beklagen.
Ein Dekret nach dem anderen erließ Trump im Akkord,
mit der Zahl der Dekrete schien er anzustreben den Rekord.
Mit Dekreten seiner Marke Eigensinn und ohne Verstand,
beweist er seinen Aktionismus, wie außer Rand und Band.
Erst ein halbes Jahr im Amt, bringt Trump die Welt gegen sich auf,
der Wüterich verpasst der Weltpolitik einen anderen Lauf.
Perfider Plan ist, das politische Establishment zu vernichten
und eine großkapitalistisch gelenkte Regierung einzurichten.
Trumps Geschäftserfolg auf ständigem Siegen beruht, verlieren
lässt er nicht gelten, schaltet aus den Kongress beim Regieren.
Von Innen-, Wirtschafts- und Weltpolitik hat er keinen Schimmer,
als Autokrat trifft er einsame Beschlüsse im ovalen Zimmer.
Dekrete zu 60 politischen Zielen zu Trumps Arsenal gehören,
genug, um damit die politische Ordnung der USA zu zerstören.
Das reicht, um Freunde und Partner weltweit zu brüskieren
und mit seiner Devise „America First“ alte Partner zu verlieren.
Mit Hasstiraden überzieht Trump die fremdgesteuerte Presse,
richtet Vorwürfe von Lügen und Fake News an manche Adresse.
Verschwörung wittert er und setzt Journalisten unter Druck,
wo doch Pressefreiheit herrscht, zum Diktator fehlt nur ein Ruck.
Die US-Wirtschaft will er durch hohe Einfuhrzölle schützen,
den Staat protektionistisch verwalten, ohne ihm echt zu nützen.
Denn die Einfuhr billiger Bauteile in die USA hilft der Wirtschaft,
dass konkurrenzfähig eigene Waren zu produzieren sie schafft.
Das Einreiseverbot für Muslime aus sieben islamischen Staaten,
zur Sicherheit der Bürger, gehört zu Trumps abwegigsten Taten.
Drei Gerichtsinstanzen setzen aus den beschämenden Erlass,
übel beleidigt er die Richter, für die Justiz hört hier auf der Spaß.
Der Einreisestopp für Muslime jedoch nur auf Länder entfällt,
mit denen Trumps eigenes Imperium keine Kontakte unterhält.
Selbst das 2. Dekret des Moslem-Einreisestopps ist gescheitert
und das verfehlte Aus für Obamacare die Demokraten erheitert.
Ein Gericht stoppte auch ein Dekret gegen 100 Städte im Land,
das Staatsgelder ablehnt, weil sie Illegale schützen, wie bekannt.
Gegen Trumps Anti-Klimaschutzdekret Umweltschützer klagen,
Hunderte von Großunternehmen gehen Trump an den Kragen.
Eine Mauer zu Mexiko soll illegale Einwanderer unterbinden,
obwohl jeder weiß, dass sie auch hohe Mauern überwinden.
Auch dieses Projekt für 20 Milliarden in die Pampa zu bauen
scheitert. Der US-Kongress lehnt es ab, soviel Geld rauszuhauen.
Illegal in den USA lebende Mexikaner, mit Jobs und geduldet,
will Trump abschieben, auch wenn sie nichts haben verschuldet.
Millionen sind betroffen, die Wirtschaft protestiert dagegen,
ihr ist nicht an der Ausweisung billiger Arbeitskräfte gelegen.
Firmen, die Teile der Produktion in Niedriglohnländer verlegen,
droht Trump, diese Waren mit hohen Importzöllen zu belegen.
Damit schadet Trumps Regierung ihrer eigenen Wirtschaft,
teurer werden die Produkte, US-Exporte verlieren an Zugkraft.
Das lange umkämpfte Handelsabkommen TPP kündigt er auf,
der Rückgang des internationalen Handels nimmt seinen Lauf.
Trump will die USA, seit je in den Welthandel eingebunden,
abschotten gegen billige Importe von Waren unumwunden.
Der EU sagt er das Ende voraus, da ins Konzept ihm das passt,
ihre Wirtschaftskraft, besonders die deutsche, ist ihm verhasst.
Rütteln möchte er an den Säulen der EU, lobt explizit den Brexit,
unterstützt Populisten anderer Länder, empfiehlt gar den Exit.
Die NATO Trump als obsolet bezeichnet, will Gelder ihr kürzen
und wichtige Verteidigungsprojekte so ins Ungewisse stürzen.
Zugleich fordert er von Deutschland und der EU mehr Geld,
droht mit Rückzug der USA hinsichtlich der Sicherheit der Welt.
Den Exportüberschuss Deutschlands greift Trump giftig an,
bezichtigt es, die USA auszusaugen, wie auch China und Japan.
Doch ist´s sein Land, das begierig exzellente Produkte importiert
und für seine Bürger auf Billigprodukte aus Asien spekuliert.
Er bezichtigt China, den Fake des Klimawandels zu inszenieren
und den Yen zugunsten der eigenen Exporte zu manipulieren.
China würde Arbeitsplätze in den USA vorsätzlich zerstören,
dass dies zutrifft, Finanzexperten würden´s nicht beschwören.
Das Atomabkommen mit dem Iran droht Trump aufzuheben,
der Raketenbau im Iran könnte sich ja als Bedrohung ergeben.
Obwohl Trump dies als schlechtesten Deal bezeichnet, raten
Wissenschaftler, ihn als Bollwerk zu behalten für alle Staaten.
Der Iran, der sich nach langen Sanktionen wirtschaftlich erholt,
würde zur Zeitbombe, wenn sich der Niedergang wiederholt.
Trump riskiert mit den Sanktionen gegen Moslems allgemein,
dass die USA Hauptziel islamistischen Hassattacken werden sein.
Auch mit eigenen Geheimdiensten der USA legt Trump sich an,
nennt sie aufgebläht und politisiert und kündigt Reformen an.
Durch ein dubioses Dossier belastet, wittert er Verschwörung,
selber Geheimdienstberichte lesen lehnt er ab mit Empörung..
Nachgesagt wird Trump sein übersteigertes Selbstvertrauen
und seine Abneigung, bei Dokumenten näher hinzuschauen.
Seine Vorliebe kurzer Statements via Twitter ist weltbekannt,
Gefahr, sich selbst den Strick daraus zu drehen, nicht irrelevant..
Bei Trumps ersten Telefongespräch mit Putin ist eingeflossen,
Obamas Regierung hätte Atomwaffenverträge geschlossen,
die, als schlechte Deals für USA, Russland zum Vorteil gereichen.
Für´s Tweet, atomar aufzurüsten, ließ er keine Zeit verstreichen.
Trump hat die größte Steuersenkung aller Zeiten versprochen
trotz miserabler Finanzen, wie´s geht bleibt unausgesprochen.
Er will Milliarden in Wirtschaft und Infrastruktur investieren,
doch wird die Staatsverschuldung so zum Super-Gau mutieren.
Zwei stark umstrittene Pipelineprojekte, von Obama blockiert,
da umweltgefährdend, hat Trump per Dekret bereits reanimiert.
Interessant ist, dass Trump in zwei Gesellschaften des Projekts
Medien zufolge investiert hat, im Sinne seines eigenen Aspekts.
Er hat Berater um sich geschart, die ihm blind sind ergeben
und politisch unerfahren, alternative Fakten erzeugen Beben.
Trumps Pressesprecher erzürnt die Presse, erntet nur Spott,
Rückschläge beherrschen das Feld, erste Rücktritte folgen flott.
Was Trump nicht versteht oder akzeptiert, greift er an ungeniert,
lächerlich seien Gerichtsurteile, die er mit harten Worten pariert.
Was er von Gewaltenteilung hält, zeigt er der Welt unverdrossen,
der politische Zickzackkurs ist dilettantisch und unentschlossen.
Angesichts Trumps Unberechenbarkeit verzweifelt die Welt,
durch Mangel an Geradlinigkeit Vertrauen in seine Politik zerfällt.
So wird erst verkündet zu Russland eine neue Positionierung,
dann fordert Rückzug aus Ukraine und Krim seine Regierung.
Trumps Familie und seine Beraterin nutzten das hohe Amt,
um zu werben für ein Unternehmen, das der Sippe entstammt.
Gefährliche Berater treiben Trump wie ein Nachbrenner an,
Establishment und Staat zu zerstören, ganz gezielt gehen sie ran.
Bislang absolut nicht durchschaubar ist Trumps Firmengeflecht,
der Pflicht, seine Finanzen offenzulegen, wird er nicht gerecht.
Zeigt sich, dass er wirtschaftliche Vorteile zieht aus seinem Amt,
steht seine Amtsenthebung an, die zum Verlierer ihn verdammt.
Dubiose Beziehungen des Trump-Teams zu Putins Genossen,
haben möglicherweise gegen amerikanische Gesetze verstoßen.
Chaos, Hauen und Stechen um Ämter herrschen im Weißen Haus,
die Skandale könnten Trump einholen mit Liebesgrüßen Moskaus.
Der Würde des Präsidenten der USA geziemt höchster Respekt,
doch Reaktionen auf ihn erreichen eine Form die erschreckt.
Alle sorgen sich um die Entwicklung in den USA und der Welt,
gutgehen kann Trumps Kurs nicht, selbst wenn es ihm missfällt.
Der Präsident des mächtigsten Landes der Welt ist eine Gefahr,
irrational, cholerisch handelnd, riskiert er den Atomkrieg sogar.
Ja gewiss, Einmaliges geschafft hat Trump als Präsident bereits,
den gravierendsten Regierungs-Fehlstart hinzulegen seinerseits.
Trump, als Narzisst, Clown, Tyrann und geistig krank einzustufen
reicht nicht, seine Befähigung als Führer der USA zu widerrufen.
Gegen diesen unwürdigen Präsidenten erhebt sich Widerstand,
das Netz zieht sich zu, Rechtsstaatlichkeit wird siegen im Land.
Ein Sonderermittler recherchiert in der Russlandaffäre gegen ihn,
2 Bundesstaaten arbeiten mit Korruptionsklagen an Trumps Ruin.
Das FBI ermittelt wegen Justizbehinderung gegen Trump und Stab,
Beweise verbotener Russen-Deals wären sein politisches Grab.
Statt Ausgleich und Instinkt geht von Trump eine Lügenwelle aus.
Intrigen, Niederlagen und Absetzungen erfüllen das Weiße Haus.
Diese Präsidentschaft zieht das Ansehen der USA in den Dreck,
zerstört das Maß von Moral, Tugend, Würde, Fairness wie Crack.
Nach dem Rauswurf des FBI-Chefs soll der Justizminister gehen,
Trump-Getreue sollen dem Sonderermittler den Hahn zudrehen.
Regierungssprecher und Stabschef hat Trump gerade ersetzt,
als der neue Kommunikationschef Sitte und Anstand verletzt.
Die Erfolge der Trump-Regierung tragen den Vornamen „Miss“,
das endgültig gescheiterte Aus von Obamacare die Pläne zerriss.
Die versprochene Steuersenkung droht als Reförmchen zu enden,
Importzölle und Infrastrukturprojekte gleiten ihr aus den Händen
Beweise illegaler Absprache des Trump-Teams mit Russland fehlen,
aber Trumps Sprüche und Juniors Aussage können nicht verhehlen,
dass Lügen und Vertuschungsversuche den Verdacht bestärken,
der Wahlmanipulationspakt gegen Clinton zähle zu seinen Werken.
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Stand: 06.08.2017 – Irrtümer und Aktualisierungen vorbehalten

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