Feinstaub durch Pkw-Bremsbeläge gefährlich

Foto: Porsche

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Der Abrieb von Bremsbelägen bei Kraftfahrzeugen ist hochgiftig. Wissenschaftler warnen vor dem hohen Gesundheitsrisiko durch die beim Bremsen entstehenden Feinstäube. Diese enthalten unter anderem Metallverbindungen wie Antimon, Barium und Kupfer, die toxisch sind. Gelangen sie in die Lunge, können sie Entzündungen oder gar Krebs auslösen. Bereits heute stammen 20 Prozent des Feinstaubes – mehr als 7 000 Tonnen – von den Bremsen, Tendenz steigend. Denn die Dieselruß-Belastung sinkt durch die Verwendung von Partikelfiltern stetig.

Besonders problematisch ist das verwendete Antimon. Denn hier wird der krebserregende Stoff Antimon-Trioxid frei. Daher verbannen jetzt einzelne Automobilhersteller Antimon aus ihren Fahrzeugen. VW etwa verzichtet nach eigenen Angaben mittlerweile bei 95 Prozent der aktuellen Modelle auf das Material.

Ein neuer mechanischer Filter an den Bremsscheiben soll die Freisetzung der winzigen Partikel reduzieren. Das Bauteil des französischen Automobilzulieferers Tallano saugt den Feinstaub direkt am Ort der Entstehung ab. Dabei nehmen Zentrifugen den größten Teil des Bremsen-Abriebs auf. 2015 soll das Produkt marktreif sein. Die Kosten belaufen sich laut „Auto Bild“ auf rund 200 Euro pro Auto.

Thomas Schneider (mid/ts)

 

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Die Redaktion fragt:
Überrascht es nicht, dass wir bei den Schadstoffen, die von Fahrzeugen aller Art, Heizungen und Industrie ausgestoßen werden, überhaupt noch leben und nicht alle krebskrank sind?

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