Erneuerbare Energien: Wichtige Säule des weltweiten Klimaschutzes

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

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In dem aktuell veröffentlichten Bericht „Better Growth, Better Climate: The New Climate Economy Report“ macht eine Expertenkommission deutlich, dass der rapide Preisverfall bei Wind- und Solarenergie Erneuerbare Energien auch gegenüber Energie aus Kohle konkurrenzfähig mache. So könnte schon in den nächsten 15 Jahren mehr als die Hälfte der weltweiten Stromerzeugung aus regenerativen Quellen stammen. Aufgrund des technologischen Fortschritts könnten Regierungen und Unternehmen gleichzeitig Wirtschaftswachstum, Klimaschutz und Energieeinsparungen verwirklichen. Investitionen in emissionsarme Technologien brächten nachhaltiges Wachstum und schützten vor negativen Auswirkungen der Erderwärmung, so die Autoren des Berichtes.

Welchen positiven Effekt Erneuerbare Energien haben, zeigt das Beispiel Deutschland: Sonne, Wind und Co. hatten 2013 hierzulande einen Anteil von 12,3 Prozent an der Energieversorgung. Ihr Einsatz spart die Verbrennung fossiler, klimaschädlicher Energieträger ein und reduziert so den Ausstoß von Treibhausgasen. Im Stromsektor sparten Erneuerbare Energien 2013 knapp 108 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ein, wovon rund 86 Millionen Tonnen auf die Strommenge mit EEG-Vergütung zurückzuführen sind. Durch die Nutzung Erneuerbarer Energien im Wärmesektor wurden Treibhausgase in Höhe von weiteren 35 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten vermieden. Im Bereich Verkehr vermieden Biokraftstoffe circa fünf Millionen Tonnen Emissionen.

Foto: Erich Westendarp / pixelio.de

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Foto: Florian Gerlach / pixelio.de

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Foto: Markus Conrad / pixelio.de

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Trotz der positiven Klimaschutzeffekte von Erneuerbaren Energien prognostiziert die Beratungsgesellschaft McKinsey in ihrem aktuellen Energiewende-Index, dass Deutschland sein für 2020 gesetztes Klimaziel – Reduktion der Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent – verfehlen wird. Denn wegen geringer Preise für Kohlestrom und Emissionszertifikate wächst momentan der Anteil der Braunkohle an der Stromerzeugung. Dadurch steigen auch die Treibhausgasemissionen. Im Jahr 2013 lagen die Emissionen um 1,2 Prozent höher als im Vorjahr. Im Vergleich zu 940 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten in 2012 betrug die Menge im Folgejahr 951 Millionen Tonnen.

„Um ausreichende Investitionsanreize für klima- und umweltfreundliche Technologien zu setzen, bedarf es einer schnellen und wirkungsvollen Reform des Emissionshandels“, so Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. Gelänge es, die Kosten von Klimaschäden mithilfe des Emissionshandels zu internalisieren, könnte dieser ein marktwirtschaftliches und kostengünstiges Instrument sein, um Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen anzureizen. Zwar kann er spezifische Technologieförderinstrumente wie das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) nicht ersetzen, wohl aber sinnvoll ergänzen, um endlich die Emissionen fossiler Energieträger zu deckeln.

Die Vorteile Erneuerbarer Energien – Klimaschutz, Wertschöpfung, Unabhängigkeit von endlichen Energieträgern – kommen auch außerhalb von Deutschland gut an. Die Volksrepublik China, mit zehn Milliarden Tonnen CO2-Äquivalenten der weltweit größte Treibhausgasemittent, investierte 2013 erstmals mehr in Erneuerbare Energien als in Kohlekraftwerke. Die installierte elektrische Leistung von Erneuerbare-Energien-Anlagen beläuft sich in China auf 57 Gigawatt. Zum Vergleich: Die installierte Leistung zur Strombereitstellung aus Erneuerbaren Energien betrug 2013 in Deutschland rund 84 Gigawatt. Derzeit basieren 70 Prozent der installierten Kraftwerksleistung in China auf fossilen Energieträgern.

Karin Linke (en-wid)

 

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Die Redaktion fragt:
Hättest Du geglaubt, dass sich die Technologien für erneuerbare Energien so durchsetzen?

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