Die Neigung der Deutschen, ihre kulturelle Identität zu verleugnen

Foto: pixabay.com - Muslima im Nigab

Foto: pixabay.com – Muslima im Nigab

Nehmen Länder, in den wir Gäste sind, Rücksicht auf deutsche Sitten und Kultur?

 

Lassen Sie uns in ferne Länder reisen, andere Kulturen kennenlernen, Reisen bildet. Wir wollen jedoch nicht alleine reisen, sondern einige der Zeitgenossen mitnehmen, die bei uns den Mund weit aufmachen und fordern, dass wir in Bezug auf die Zugewanderten ein höheres Maß an Achtung und Rücksichtnahme auf deren fremdartige Sitten und Gebräuche, so etwa auch auf religiöse Eigenheiten, an den Tag legen, die mehr als nur guter Gastfreundlichkeit entsprechen. Nicht selten werden Forderungen entsprechender Anpassungen oder gar Einschränkungen unserer ureigenen, angestammten Lebensgewohnheiten gefordert. Während dies in einigen Bereichen sinnvoll und ohne Probleme umzusetzen ist, sollten wir uns aber gegen überzogene Forderungen zur Wehr setzen.

Insofern können die Erfahrungen von Reisen in ferne Länder, in die wir aufbrechen, recht aufschlussreich sein, insbesondere für die mitreisenden Frauen. Einige von ihnen packen ihre knappsten Bikinis ein, haben aber ohnehin vor, auf die Oberteile weitgehend zu verzichten, weil sie in unserem freizügigen Land am Strand gewohnheitsmäßig meist „oben ohne“ herumlaufen. Dazu werden, schon mal wegen der zu erwartenden Hitze, die kürzesten Miniröcke und Shorts eingepackt.

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Am Urlaubsziel angelangt, stellen Sie sogar in europäischen Ländern fest, dass ihnen zumeist verboten wird, christliche Gotteshäuser in nicht züchtiger Kleidung zu betreten. Ausgerechnet an diesem Tag haben sie den kürzesten Mini angezogen. Nun gut, auf den Kirchenbesuch verzichten sie eben, wenn auch die Fresken und Kunstschätze weltberühmt sind und allemal einen Besuch lohnen würden. Ohnehin ist geplant, danach an den berühmten Strand des Ferienortes zu fahren. Dort angekommen, müssen sie feststellen, dass „oben ohne“ hier unerwünscht ist und sogar unter Strafe steht. Spätestens jetzt fragen Sie sich, ob die Obrigkeit in dem von Ihnen besuchten Land im Interesse der vielen Devisen, die die Urlauber einbringen, nicht verpflichtet wäre, sich an die freizügigeren Gewohnheiten der Urlauber anzupassen. Aber die denken gar nicht daran, denn ihre eigenen landestypischen Sitten und Gebräuche sind ihnen heilig.

Selbst wenn sich eine der Urlauberinnen unsterblich in einen Einheimischen verliebt, ihn heiratet und zu ihm zieht, wird sie sich wohl oder übel in der Öffentlichkeit den landestypischen Sitten und Gebräuchen anpassen müssen. In kaum einem Land werden sich die Einheimischen an die Gewohnheiten der Gäste oder der offiziell Zugewanderten anpassen, umso mehr trifft das auf Flüchtlinge zu, die ins Land gekommen sind, um Schutz und Zuflucht zu finden.

Noch krasser ist die Situation, wenn die Reise in islamische Länder geht und die Reisenden sich nicht strikt an die Sitten und Gebräuche der Einwohner halten. Schnell haben sie die Polizei am Hals, auch wenn sie nur aus unserer westlich-dekadenten Sicht harmlos erscheinende Verstöße begehen, erst recht aber, wenn sie gegen Gesetze verstoßen, die in unseren Augen zum Teil mittelalterlich anmuten. Besonders Frauen sind davon betroffen, deren Rechte in diesen Ländern unseren Maßstäben in keiner Weise entsprechen. Weder die Polizei noch die Justiz scheren sich darum, ob sie nach den in ihren Heimländern gültigen Gesetzen völlig harmlose Dinge getan haben. Kein Politiker des Landes setzt sich für die ansonsten unbescholtenen Touristen ein, wenn sie wegen eines in ihrem Urlaubsland besonders hart geahndeten Vergehens eingesperrt wurden und vor Gericht gestellt werden sollen. Als besonders abschreckendes Beispiel seien Länder erwähnt, in denen vergewaltigte Frauen dafür hart bestraft werden, dass ihnen Gewalt angetan wurde, weil sie den Männern einfach nur den Anlass dafür gegeben haben. Welches dieser Länder würde sich den Sitten und Gebräuchen der Gäste anpassen und auch nur darüber diskutieren, Gesetze und Vorschriften zugunsten von Touristen oder Zuwanderern zu ändern.

Soweit bekannt ist, müssen sich auch alle Zuwanderer und Flüchtlinge, die in die typischen Einwanderungsländer kommen, den Gewohnheiten und Sitten anpassen, nicht umgekehrt.

Foto: pixabay.com – Unüberbrückbare Gegensätze der Kulturen?

Eine Sache für sich ist die Achtung und Rücksichtnahmen auf die Religion der Zuwanderer. Es wird behauptet, der Islam gehöre zu Deutschland und infolgedessen müssen wir uns auch den Sitten und Gebräuchen der zugewanderten Asylbewerber mehr anpassen. Der Islam ist sicher kein ursprünglicher Bestandteil der europäischen Kultur, aber es leben mittlerweile Millionen zugewanderter Moslems unter uns, von denen ein großer Teil seine Religion intensiv praktiziert. Der Islam ist also präsent und muss respektiert werden, aber dennoch kann nicht erwartet werden, dass wir die in manchen Regionen üblichen Kreuze in Räumen öffentlicher Gebäude, wie etwa Schulen, aus Rücksicht auf die Muslime von den Wänden nehmen, während gleichzeitig muslimische Frauen in ihrer für ihre Religion typischen Bekleidung unsere Städte bevölkern.

Die Deutschen bringen insgesamt eine gehörige und höchst beachtenswerte Menge Verständnis für die hier inzwischen heimisch gewordenen Muslime und die kürzlich zugewanderten Flüchtlinge auf und das ist gut so. Aber die Zugewanderten stehen der deutschen Gesellschaft gegenüber in der Pflicht, sich unserer Kultur, unseren Sitten und Gebräuchen und unserem Lebensstil anzupassen und unsere europäisch geprägten Werte zu achten, wenn sie auch nur den Hauch einer Chance haben wollen, hierzubleiben. Sie sollen sich dabei ja nicht selbst verleugnen, aber wer von den Asylbewerbern dies nicht fertig bekommt, hat hier nichts verloren.

 

02.10.2016 – 2myMind.de / g.m.

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