Banken gegen mehr Sicherheit bei Kreditkarten

cid Düsseldorf - SMS-Benachrichtigungen würden Kreditkartenzahlungen sicherer machen. © Postbank

Bild: Postbank

Kreditkartenbetrug ließe sich durch SMS-Benachrichtigungen effektiv eindämmen. Unternehmen wie Visa und Mastercard bieten solche Info-Systeme längst an, aber Banken setzen sie kaum ein.

Der Betrug bei Kreditkarten blüht und verursacht jedes Jahr einen Schaden von mehr als einer Milliarde Euro. Stellen Karteninhaber unberechtigte Abbuchungen fest, können sie diese bei der Bank zwar reklamieren und eine Rückbuchung veranlassen. Doch sie müssen selbst aktiv werden und zeitaufwändige Reklamationen in Kauf nehmen. Dabei gibt es längst einen relativ einfachen Weg, um Kreditkartenmissbrauch zu unterbinden.

SMS-Benachrichtigungen wie sie beispielsweise Visa oder Mastercard eingeführt haben, informieren Karteninhaber, wenn eine Transaktion stattgefunden hat. Stellt ein Kunde fest, dass er die Abbuchung nicht veranlasst hat, kann er eine Hotline anrufen und den Vorgang sofort stornieren lassen.

Laut Computerbild finden solche Frühwarnsysteme aber kein Interesse bei Banken. Sie werden nur auf Kundennachfrage angeboten, wie etwa bei der Deutschen Bank. Andere Banken wie Sparkassen, Commerzbank und Postbank bieten solche SMS-Systeme erst gar nicht an.

Als Grund für die Ablehnung nennt Computerbild die fehlende Bereitschaft von Banken, die Kosten für SMS-Benachrichtigungen zu tragen. Solange der Schaden bei Kreditkartenbetrug niedriger ist, als die Investitionen in neue Sicherheitstechnik, würden Banken die Betrugsmaschen in Kauf nehmen, zitiert Computerbild einen Experten für Kreditkartenbetrug beim Hamburger Landeskriminalamt.

Karin Bode (glp)

 

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Die Redaktion fragt:
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