Anzeichen von sexuellem Kindesmissbrauch erkennen

Foto: S. Hofschlaeger / pixelio.de

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Für Eltern ist es nicht leicht, Anzeichen von sexuellem Kindesmissbrauch zu erkennen. Deshalb sind plötzliche Änderungen im Verhalten des Kindes ein Alarmzeichen, das Eltern sehr ernst nehmen sollten.

Plötzlich mag die Tochter nicht mehr auf Opas Schoß sitzen oder den Lieblingsonkel nicht mehr begrüßen. Der Sohn will auf einmal nicht mehr zum vorher heißgeliebten Fußballtraining gehen. Eltern sollten ihre Kinder ernst nehmen und plötzliche Änderungen in deren Verhalten hinterfragen. Denn sie könnten ein Hinweis auf sexuellen Missbrauch sein.

„Auch übermäßige Beschäftigung mit dem eigenen Körper und seinen Sexualorganen können Zeichen für einen stattgefundenen Missbrauch sein“ erklärt Professor Frank Häßler, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) in Berlin. Manche Kinder waschen sich ständig, um den Ekel zu entfernen, während sich andere zurückziehen.

Viele Eltern messen solchen Veränderungen wenig Bedeutung bei, halten sie für eine vorübergehende, kindliche Laune. Doch gerade bei unerwartetem Verhalten ist es grundsätzlich wichtig, die Motive des Kindes zu hinterfragen. Denn in den wenigsten Fällen wird das Kind konkret vom Missbrauch berichten. Viele betroffene Kinder schweigen aus Schamgefühl oder weil sie bedroht werden. „Eltern sollten daher auch kleinste Anzeichen ernst nehmen und zu ihrem Kind stehen“, so Häßler. Bei einem Verdacht auf einen sexuellen Missbrauch sei es am besten, sich umgehend an einen Kinderarzt oder eine spezielle Beratungsstelle zu wenden

Annette Bulut (glp)

 

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