Tod und Krankheit durch Rauchen unterschätzt

Foto: Markus Hahn / pixelio.de

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Etwa eine Milliarde Menschen sterben in diesem Jahrhundert an den Folgen ihres Tabakkonsums, schätzen Experten. Die Sterberate ist für Raucher zwei bis drei Mal höher als für lebenslange Nichtraucher. Meist ist die Todesursache Krebs. Doch auch für viele weitere internistische Erkrankungen erhöht Rauchen das Risiko, warnt die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). Das zeige die aktuelle US-Studie „Smoking and mortality-beyond established causes“, die kürzlich im „New England Journal of Medicine“ erschienen ist.

17 Prozent der durch Tabak erhöhten Sterberate hängen demnach mit Erkrankungen zusammen, die bisher nicht den Folgen des Rauchens zugeschrieben wurden. Die amerikanischen Forscher haben in der Studie anhand der Daten von rund einer Million Menschen nachwiesen können, dass 17 Prozent der erhöhten Sterberate bei Rauchern nicht mit den bisher dafür als typisch geltenden Erkrankungen zusammenhängen. Das relative Risiko etwa, an Nierenversagen zu sterben, ist bei Rauchern 1,7 bis 2,3 Mal höher. Die Gefahr, an einer Infektion zu sterben, ist zwei bis 2,7 Mal höher. Die Studie macht aber auch Hoffnung. Denn nach einem gänzlichen Rauchstopp sinke mit den Jahren, die der Rauchverzicht zurückliegt, das erhöhte Risiko für diese Erkrankungen und verschwinde bei einigen gänzlich.

Annette Bulut (mp)

 

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